Fotoausrüstung Wildtierfotografie
Fotoausrüstung Wildtierfotografie

Immer wieder werde ich nach meiner Fotoausrüstung im Bereich der Wildtierfotografie gefragt und da dachte ich mir, ich schreibe dazu einfach mal ein paar Worte. Aber bevor ich loslege möchte ich einmal betonen, dass ich wahrlich kein Profi in dem Bereich Wildtierfotografie bin. Seit 2014 arbeite ich zwar hauptberuflich als Fotograf, aber wildlebende Tiere fotografiere ich erst seit 2019. Ich bin also quasi Anfänger. Trotzdem kann ich Euch zu meiner Fotoausrüstung etwas erzählen. 

Tiere in der freien Wildbahn zu fotografieren ist keine leichte Aufgabe. Es gibt so viele Dinge, die man beachten und noch mehr Dinge, die man wissen muss. Sich einfach eine Kamera zu schnappen und loszugehen, ist zwar eine Möglichkeit, aber wahrscheinlich nicht die beste. Tatsächlich denke ich, dass zur guten Wildtierfotografie eine gute Vorbereitung und die Wahl der richtigen Fotoausrüstung letzten Endes entscheidend sein kann, ob man mit guten Fotos oder mit einer guten Enttäuschung nach Hause kommt.  

Wie bereits erwähnt, arbeite ich seit 2014 als Fotograf. In dieser Zeit war ich viel für Unternehmen unterwegs oder habe Hochzeiten fotografiert. Ehrlich gesagt, die Art der Fotografie hat nicht viel mit der Wildtierfotografie zu tun. Wenn Du zum Beispiel Rehe fotografieren möchtest, ist das etwas ganz anderes, als Brautpaare zu fotografieren. Rehe oder andere Wildtiere sind in der Regel sehr scheu und lassen sich daher nur aus größerer Entfernung und häufig gleichzeitig unter schlechteren Umständen fotografieren. 

Die Fotoausrüstung in der Wildtierfotografie

Zunächst einmal glaube ich, dass es „die perfekte Kamera“ nicht gibt. Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass die beste Kamera immer die ist, die ich gerade dabeihabe. Trotzdem sollte eine Kamera einige Grundvoraussetzungen erfüllen, um letzten Endes doch gute Ergebnisse zu erzielen. 

Nun kann man ja bei geplanten Shootings vieles einkalkulieren und ggf. verbessern. So zum Beispiel das Licht. In der Wildtierfotografie ist das allerdings anders. Viele Tiere findet man nur in dunklen Wäldern oder sie verlassen erst zur Dämmerung ihr schützendes Dickicht bzw. ihren schützenden Bau. Dazu kommt, dass wildlebende Tiere eher selten stillstehen, sodass man zur Vermeidung von Bewegungsunschärfe mit kurzen Verschlusszeiten fotografieren muss. Diese Umstände sorgen dafür, dass die ISO Einstellungen hoch sein müssen, was bei schlechteren Kameras unweigerlich zu einem Bildrauschen führt.

Die CANON EOS 6D Mark II

Ich persönlich gehe regelmäßig mit meiner CANON EOS 6D Mark II raus. Diese habe ich mir vor einiger Zeit gekauft und bin seitdem mit dieser Kamera sehr zufrieden. Bei Aufnahmen im Tageslicht, stelle ich bis zum ISO-Wert 1.600 keinerlei Rauschen fest. Bei ISO 3.200 sehe ich eine leichte Körnung und selbst mit ISO 6.400 sind die Fotos noch brauchbar. Störpixel erkenne ohne Vergrößerung ab 12.800 und alles darüber hinaus halte ich persönlich für unbrauchbar. 

Erstellt am 24. Juli 2020 um 21:43 Uhr. Blende f/5.6, ISO 8.000, Belichtungszeit 1/160, Brennweite 400 mm – Foto unbearbeitet. Fotografiert mit der CANON EOS 6 D Mark II

Natürlich möchte ich draußen nichts verpassen und das Wildtiere eher selten stillstehen, hatte ich ja bereits erwähnt. Daher bin ich froh, dass meine Kamera über einen guten Autofokus verfügt und die Fokusgeschwindigkeit schnell ist. Die 45 Autofokusfelder ermöglichen mir mehr Freiheit in der Bildkomposition, aber auch ein schnelleres Fotografieren. Allerdings möchte ich anmerken, dass die Fokussiergeschwindigkeit nicht nur von der Kamera abhängig ist, sondern auch vom Objektiv, dass ich benutze.  

Canon EF 100-400mm 1:4,5-5,6 L IS II USM

Natürlich möchte ich draußen nichts verpassen und das Wildtiere eher selten stillstehen, hatte ich ja bereits erwähnt. Daher bin ich froh, dass meine Kamera über einen guten Autofokus verfügt und die Fokusgeschwindigkeit schnell ist. Die 45 Autofokusfelder ermöglichen mir mehr Freiheit in der Bildkomposition, aber auch ein schnelleres Fotografieren. Allerdings möchte ich anmerken, dass die Fokussiergeschwindigkeit nicht nur von der Kamera abhängig ist, sondern auch vom Objektiv, dass ich benutze. 

Da man als Wildtierfotograf ja häufig in dunkleren Gebieten unterwegs ist oder eben zu späteren Uhrzeiten, ist es wichtig, dass das Objektiv, welches man benutzen möchte, lichtstark ist. Ich benutze das CANON EF 100 – 400mm f/4.5 – 5.6*. Ehrlich gesagt, es gibt natürlich Objektive, die lichtstärker sind. Allerdings sind diese meistens teurer. Trotzdem habe ich dieses Objektiv zu meiner persönlichen Fotoausrüstung hinzugefügt und ehrlich gesagt, ich habe den Kauf bis heute nicht bereut. Obwohl die Brennweite natürlich etwas höher sein dürfte. Aber dazu später mehr. 

Was mich besonders fasziniert, ist der schnelle USM-betriebene Autofokus. Er stellt schnell und präzise scharf und das sogar fast geräuschlos. Gerade diese Geräuschlosigkeit ist in der Wildtierfotografie durchaus von Vorteil, wie man sich vielleicht denken kann. Dazu kommt, dass ich jederzeit eine manuelle Scharfstellung vornehmen kann, ohne das Auge dazu von der Kamera zu nehmen. Ein weiterer Vorteil ist, dass dieses Objektiv sogar unter den härtesten Wetterbedingungen eingesetzt werden kann. Das Objektiv* ist vor Staub- und Feuchtigkeit geschützt. Selbst in einem amtlichen Regenschauer konnte ich so mit der Kamera als auch dem Objektiv problemlos fotografieren. 

Anfänger unter wilden Tieren

Wildtierfotografie

Die Kamera als auch das Objektiv sind quasi mein Setup im Bereich der Wildtierfotografie. Darüber hinaus finden sich in meiner Fotoausrüstung ein passender Batteriegriff, in dem gleich zwei Akkus Platz finden, diverse Speicherkarten und das war es am Ende auch schon. Eher selten schleppe ich viel Equipment mit mir herum. Was mir allerdings noch fehlt, ist ein wirklich brauchbares Stativ. Und vielleicht ein weiteres Objektiv, das letzten Endes doch etwas lichtstärker ist und eine höhere Brennweite aufweisen kann. 

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass meine Fotoausrüstung im Bereich der Wildtierfotografie aktuell noch ausreichend ist und ich mit etwas Geduld, etwas Tarnung und Hintergrundwissen zu Landschaft und Tieren bereits gute Ergebnisse erzielen kann. Zum Glück muss ich aktuell nicht davon leben, denn dann würde die Sache bestimmt anders aussehen. 😂

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