Jagdhunde

Jagdhunde. Für Jägerinnen und Jäger sind sie oft ein wichtiges Werkzeug bei der Ausübung ihrer Tätigkeit. Tatsächlich sind sie aber viel mehr als nur ein Werkzeug. Berufsjäger z.B. verbringen viel Zeit alleine auf weiter Flur oder im tiefen Wald. Die Jagdhunde sind daher oft die einzige Gesellschaft und daher treue Begleiter und Freunde fürs Leben.      

Ich bin kein Jäger. Trotzdem habe ich einen Jagdhund an meiner Seite. Einen Weimaraner-Rüden. Andor ist sein Name. Manchmal betitele ich ihn aber auch als meinen grauen Schatten, einfach weil er fast immer in meiner Nähe ist. Die Hündin auf dem Foto ist Emma. Emma ist eine Deutsch Kurzhaarhündin. Sie ist fast so alt wie Andor. Sie ist die treue Begleiterin eines Jägers, den ich aus beruflichen Gründen fotografiert habe. In einem anderen Kontext. Auch Emma kam mir an diesem Tag wie ein Schatten vor, denn auch sie wich ihrem Besitzer kaum von der Seite.

Als ich mit dem Jäger, der gleichzeitig Landwirt ist und um die 250 Milchkühe in Weidehaltung hält, über die Felder lief, sprachen wir hin und wieder über die Jagd. Dabei streichelte er einmal über den Kopf seiner Hündin und erwähnte beiläufig, dass die Jagd ohne Hund Schund sei. Ich erkannte damit gleich, dass dieser Jäger den Grundgedanken der waid- und tierschutzgerechten Jagt verinnerlicht hatte. Denn diese wäre ohne Jagdhunde einfach nicht möglich. 

Keine waidgerechte Jagd ohne Jagdhunde

Das macht auch Sinn, denn Jagdhunde sind für die Ausübung einer waidgerechten Jagdausübung zwingend erforderlich. Manchmal kommt es vor, dass ein Tier bei der Jagd angeschossen oder durch einen Unfall im Straßenverkehr verletzt wird. Dann flüchtet das Tier und die Aufgabe des Jägers bzw. der Jägerin ist es, dieses verletzte Tier zur Strecke zu bringen. Die Sinne eines Menschen reichen allerdings nicht aus, um dieses Wild zu finden. Hier beginnt dann (unter anderem) der Einsatz der Jagdhunde. Diese stellen sich mit all ihren Sinnen in den Dienst der Jägerin bzw. des Jägers und spüren das Wild auf. Auf diese Art und weise helfen die vierbeinigen Gefährten dabei, dass angeschweißte bzw. verletzte Tier von seinen Leiden zu erlösen.

Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet ist natürlich klar, dass nur brauchbare und geprüfte Hunde zur Jagd eingesetzt werden dürfen. Und genau deswegen ist die Führung eines zielgerichtet gezüchteten und gut ausgebildeten Jagdhund ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil der Jagd. Auch heute noch. Die Hilfe der Jagdhunde ist immer noch unentbehrlich.

Nun gut. Im Gegensatz zu Emma ist mein Hund, Andor, weder ausgebildet noch geprüft. Er ist ein Weimaraner. Ein Jagdhund. Ein Vorstehhund. Das bedeutet, dass er ein Hund ist, der gerne arbeiten will. Und das muss er auch. Schon früh habe ich verstanden, dass ich ihn auslasten muss, damit er am Abend zufrieden und müde einschlafen kann. Lange Spaziergänge, Kopf- und Sucharbeit waren daher die letzten Jahre wichtige Bestandteile des Tages. Manchmal hat es nicht so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe, was mir dann mit intensiven Blicken quittiert wurde. Ehrlich gesagt, manchmal hab ich mich schon gefragt, wer eigentlich der Chef im Hause ist. Natürlich mit einem lachenden Auge.    

So viele Jagdhunde

Jagdhunde gibt es viele. Es gibt Vorstehhunde, Schweißhunde, Bracken, Stöberhunde, Teckel, Terrier und Apportierhunde. Und jede Art hat ihre Stärken und Schwächen. Ich persönlich finde, dass Jagdhunde ein unfassbar spannendes und interessantes Thema sind. Deswegen möchte ich mich zukünftig auch intensiver mit ihnen und ihren Eigenschaften beschäftigen.

Ich möchte gerne Züchterinnen und Züchter kennenlernen, Jägerinnen und Jäger mit ihren Hunden fotografieren und immer mal wieder auf die Tiere, ihre Besonderheiten und Eigenheiten eingehen. Ich glaube ja, dass das Gut werden könnte.