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Nebel im Wald hat etwas Magisches. Wenn der feine Dunst zwischen den Bäumen entlang zieht und das Licht der aufgehenden Sonne alles in warme Töne hüllt, gibt es überall wunderbare Motive, die es sich zu fotografieren lohnt. Ja, Nebel im Wald ist etwas Fantastisches und ich habe heute 12 Fotos für Dich, die gestern zwischen zwei Terminen in kürzester Zeit entstanden sind.  

Nebel im Wald

Als ich gestern, nach einem beruflichen Termin, auf dem Parkplatz bei meinem Wagen stand, hing mein Blick am Nebel fest, der still und leise, fast unbemerkt, über die angrenzenden Wiesen zog. In der Ferne konnte ich das Plätschern des Flusses hören und am Horizont sah ich die großen, weiten Wälder, die vielleicht sogar prägend für die Region waren. Wie schön musste der Nebel im Wald sein, fragte ich mich. Also stieg ich ein, drehte den Zündschlüssel um und fuhr dem Horizont entgegen, in Richtung der eben erwähnten Wälder.  

Darüber, dass ein Waldspaziergang ungemein gesund ist, hatte ich ja bereits geschrieben. Ein Waldspaziergang, bei dem Nebel im Wald ist, stellt wahrscheinlich sogar das Sahnehäubchen dar. Zum Glück hatte ich meine Kamera dabei und so war es mir ein inneres Fest, die verschiedenen Lichtsituationen einfangen zu können. Zwar saß mir die Uhr ein Stück weit im Nacken, aber nicht so fest, als hätte ich die Augenblicke nicht genießen können.   

Nebel im Wald

Wenn Du mich fragst, warum Nebel im Wald so fantastisch ist, dann kann ich Dir das nur damit beantworten, dass die Stimmung dort, zwischen den Bäumen, dann atemberaubend wird. An manchen Stellen taucht die Sonne alles in ein warmes Licht. An anderen, dunkleren Stellen glaubt man fest, dass die alten Geschichten aus längst vergangenen Zeiten vielleicht doch real werden könnten. Der Nebel im Wald bringt so viele Facetten mit sich, dass es hunderte davon erzählen könnte.  

Vielleicht ist es das herrlich-graue Gefühl der Melancholie, welches an diesen Tagen unterschwellig mitschwingt. Nebel im Wald hat immer etwas Endliches. Oder etwas Vollkommenes? Ich weiß es nicht genau. Was ich aber weiß ist, dass ich es gerne mag, wenn das Licht im Wald wirklich deutlich sichtbar wird.

Aber ich möchte gar nicht zu viel sagen, nicht zu viele Worte schreiben. Es gibt Bilder, die ich Euch zeigen möchte. Fotos vom Nebel im Wald. Ein paar ausgewählte Fotografieren eines doch viel zu kurzen Abstechers. 11 Fotos, die Dir zeigen sollen, warum es sich lohnt, rauszugehen, wenn der Nebel im Wald zu finden ist. 

Nebel im Wald

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber allein das Betrachten der Fotos löst in mir eine gewisse Ruhe aus. Deswegen denke ich darüber nach, einige dieser Bilder auf etwas größeres Papier, einer Leinwand oder vielleicht sogar auf eine Alu-Platte drucken zu lassen. Sie würden sich sicherlich sehr gut an einer Wand in meinem Büro machen.

Auf jeden Fall aber weiß ich, wenn die Zeit es zulässt und wieder einmal Nebel im Wald zu finden ist, dass ich dort sein werde. Mit oder ohne Kamera, das spielt überhaupt keine Rolle. Wichtig ist, dass ich es sehe und das gerne auch nur mit meinen eigenen Augen.     

Waldspaziergang

Hast Du in diesem Jahr schon einen Waldspaziergang gemacht? Falls nicht, solltest Du das auf jeden Fall nachholen. Ein Spaziergang im Wald ist viel gesünder, als Du bislang vielleicht angenommen hast. Bei den Japanern z.B. ist das sogenannte Waldbaden sogar fester Bestandteil von Therapiekonzepten, die sowohl bei psychischen Leiden als auch bei Atemwegs- bzw. Herz-Kreislaufproblemen Linderung versprechen.

Es ist Donnerstag. der 06. Januar 2022. Das erste Mal in diesem Jahr scheint so richtig die Sonne. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite. Und weil ich an diesem Tag ausreichend Zeit habe, entscheide ich mich dazu, einen ausgiebigen Waldspaziergang zu unternehmen. Ehrlich gesagt, ich entscheide mich oft dazu im Wald spazieren zu gehen, denn die Runden zwischen den Bäumen haben so viele Vorteile. Die Ruhe, die ich hier erleben darf, ist tatsächlich nur einer davon.

Ich stelle mein Auto am Rand des Waldes ab und laufe los. Obwohl das Wetter so wunderbar ist, begegne ich niemanden im Wald. Es herrscht Stille zwischen den Bäumen. Vereinzelt höre ich das Rauschen des Windes zwischen den Ästen oder wie Tropfen von den Nadeln auf den Boden in eine Pfütze fallen, aber ansonsten ist es wirklich leise. Und genau das spüre ich. Tief in mir. Die Ruhe des Waldes geht nahtlos in mich über. Stress, Hektik und Aufregung verschwinden. In diesen Minuten denke ich wieder einmal darüber nach, wie gesund ein Waldspaziergang wirklich ist.

Der Waldspaziergang und seine Vorteile.

Hast Du schon einmal von Parasympathikus gehört? Der Parasympathikus ist der Teil Deines vegetativen Nervensystems. Er wird auch als parasympathisches Nervensystem bezeichnet. Dieser Teil übernimmt in Deinem Körper die Regulation in der Ruhe- und Erholungsphase. Er ist, unter anderem, für den Aufbau von Energiereserven verantwortlich. Ein Waldspaziergang aktiviert den Parasympathikus. Die bewusste Bewegung im Wald sorgt also dafür, dass Du physisch und psychisch in den Erholungsmodus kommst. Darüber hinaus aktiviert er sogar Dein Immunsystem.

Wie im Leben der meisten berufstätigen Menschen, habe ich auch ich stressige Tage. Tage, an denen Unruhe, Hektik und z.B. Termindruck allgegenwärtig sind. An diesen Tagen versuche ich immer mir mindestens eine Stunde frei zu räumen. Eine Stunde, die ich im Wald verbringen kann. Meistens richte ich mir diese Zeit nach dem Termin ein. Tatsächlich muss der Wald gar nicht riesig sein. Manchmal reicht ein kleiner Hain. Allerdings ist es immer so, dass ich stärker und ruhiger aus dem Wald herauskomme, als ich reingegangen bin. Für mich persönlich ist es also jedes Mal ein purer Gewinn.

Ein weiterer Gewinn, den jeder Waldspaziergang mit sich bringt, ist die frische Luft. Diese ist im Wald besonders gesund. Je tiefer Du in den Wald hinein gehst, desto sauberer wird die Luft nämlich. Das liegt daran, dass die Feinstaubbelastung unter den Bäumen wesentlich geringer ist und das Sauerstoffgehalt höher. Es ist also richtig zu behaupten, dass die Waldluft wahrer Balsam für die Atemwege ist.

Der Waldspaziergang ist Erholung für die Augen und gut für den Fokus.

Viele von uns verbringen viel Zeit vor dem Rechner. Oder sie hängen am Tablet, am Smartphone oder anderen, ähnlichen Geräten fest. Dabei vergessen wir oft unseren Blick schweifen zu lassen und schaffen es nicht verschiedene Farben, Strukturen oder Formen wahrzunehmen. Auch der Blick auf weit entfernte Gegenstände sind beim Betrachten des Displays eher selten. Aber genau das brauchen unsere Augen. Sie brauchen die Entfernung, die verschiedenen Farben, Strukturen und Formen, um langfristig gesund zu bleiben.

Im Wald bzw. in der Natur generell wird Dir genau das geboten. Deine Augen und alle anderen Sinne ebenfalls nehmen dort die komplexe Struktur unserer Natur wahr. Sie sehen weit entfernte Gegenstände, die Strukturen der Bäume und Blätter, die verschiedenen Farben (nicht nur während der verschiedenen Jahreszeiten) und natürlich die zahlreichen, unterschiedlichen Formen. Für Deine Augen bedeutet pure Erholung und Dein Gehirn kommt so zur Ruhe. Das hat nachhaltig positive Folgen für Deine Konzentrationsfähigkeit und Deine Aufmerksamkeit.

Für mich, der viel als Fotograf arbeitet, ist das enorm wichtig. Durch eine stärke Konzentrationsfähigkeit habe ich einen stärkeren Fokus. Und auf den Fokus kommt es in der Fotografie natürlich oft an. Aus diesem Grund sehe ich meinen Waldspaziergang oft als Teil meiner Arbeit an, da dieser mehr ist als nur eine Ruhepause. Er ist eine Investition in meinen Fokus, in meine Produktivität und sorgt darüber hinaus für eine bessere Work-Life-Harmony.

Dein Waldspaziergang

Im Wald gibt es viele, tolle Fotomotive

Wo wir gerade beim Thema „Fokus“ sind. Natürlich bietet der Wald auch zahlreiche, großartige Fotomotive. Gerade im Bereich der Natur- und Landschaftsfotografie. Aber auch für die Wildtierfotografie ist der Wald ein sehr guter Ort. Allerdings gibt es hier – wie überall – gewisse Hindernisse. Im Bundesjagdgesetz heißt es nämlich unter „§ 19a Beunruhigen von Wild“:

Verboten ist, Wild, insbesondere soweit es in seinem Bestand gefährdet oder bedroht ist, unbefugt an seinen Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören. Die Länder können für bestimmtes Wild Ausnahmen zulassen.

Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/bjagdg/__19a.html

Genau deswegen ist es besser, auf den Wegen zu bleiben, das Wild nicht zu stören und im Zweifelsfall einfach mal das Gespräch mit der zuständigen Försterin bzw. dem zuständigen Förster zu suchen. Aber das nur am Rande, denn in diesem Beitrag geht es ja nicht um die Fotografie im Wald, sondern um den Waldspaziergang.

Unterwegs im Wald

Was aber am Ende zählt und wirklich wichtig ist:

Was am Ende aber wichtig ist, dass Du im Wald nichts hinterlässt, außer vielleicht deinen Fußspuren. Jeder Wald ist ein komplexes Ökosystem. Es besteht aus vielen kleinen Zusammenhängen, die wir vielleicht gar nicht richtig erkennen können, wenn wir uns nicht wirklich damit beschäftigt haben. Trotzdem liegt es an uns, dieses System zu schützen und dafür zu sorgen, dass der Wald gesund bleibt.

Falls Du Dich unterwegs versorgen musst, nimm einen Rucksack mit. Darin solltest Du anschließend auch Deinen Müll nach Hause transportieren, denn dieser gehört nicht in den Wald. Eine kleine Tüte kann hier sehr hilfreich sein, damit Dein Rucksack sauber bleibt. Auch Zigarettenkippen gehören nicht in den Wald, wobei ich mir sicher bin, dass ich genau das nicht erwähnen muss.

Durch dieses Verhalten, was für Dich bestimmt selbstverständlich ist, trägst Du zum Schutz des Waldes bei und sorgst dafür, dass Dein Waldspaziergang auch zukünftig ein Erlebnis bleibt, dass nicht nur Deiner Gesundheit dient. Vielleicht ist der Waldspaziergang eine gute Idee für das nächste Wochenende.

Ein Hochsitz. Mitten im Wald. Im Herbst. Umgeben von goldbraunem Herbstlaub, dass in der Abendsonne zu glänzen beginnt. Der letzte Duft des Sommers liegt noch in der Luft, während die erste Kühle des Herbstes langsam durch den Wald weht. Wie verlockend es doch wäre, von diesem Hochsitz aus, in den frühen Abendstunden, das Wild zu beobachten.

Ehrlich gesagt, als Kind habe ich mir nie wirklich Gedanken über einen Hochsitz gemacht. Sie waren einfach da. Mitten auf dem Feld oder am Rand des Waldes. Meistens waren sie offen und es war stets ein leichtes, auf ihnen Platz zu machen. Ärger habe ich dafür nie bekommen. Wahrscheinlich aus dem einfachen Grund, dass es nie wirklich jemand mitbekommen hat. Ich war allein und von Zeugen weit und breit keine Spur.  

Auch Jahre später habe ich mir nie Gedanken gemacht. Jeder Hochsitz war über die Jahre ein gewohnter Teil des gesamten Bildes geworden. Sie gehörten zur Landschaft wie die Bäume, die Flüsse oder die Seen. Sie waren immer da. An manchen Stellen verschwanden sie, an anderen tauchten sie wieder auf. Allerdings wurden sie für mich, im Laufe der Jahre, uninteressant. Auf ihnen herumklettern? Die Zeiten waren längst vorbei. 

Darf ich eigentlich einfach auf einem Hochsitz Platz nehmen?

Es war im Sommer. August 2019. Der Wald war voller Laub, der an einem heißen Tag kühlenden Schatten spendete. Es war gegen Abend. Eine befreundete Jägerin lud mich ein, von einem Hochsitz aus Damwild zu beobachten. Eine Einladung, die ich nicht abschlagen konnte und erst recht nicht wollte. Auf leisen Sohlen, ohne ein Wort zu verlieren, schlichen wir durch den Wald. Wir achteten auf jeden Schritt, versuchten so gut es uns möglich war, keinen Ast zu brechen und kamen irgendwann an einem Hochsitz an, der den Blick auf eine Lichtung bot. Lautlos stiegen wir die Leiter empor und nahmen Platz. Nun hieß es warten. Warten. Warten. Und nochmal warten.

Zwischendurch wechselten wir ein paar Worte. Im Flüsterton. Gerade hörbar. Ich sagte, dass es schon interessant sei, auf einem Hochsitz zu sitzen und merkte an, dass ich das vielleicht öfter mal tun sollte. Die Jägerin lachte. „Dann hol Dir vorher eine Genehmigung. Du kannst nicht einfach auf einem Hochsitz Platz nehmen. Erlaubt ist das nicht.“ Ich war – zugegeben – etwas erstaunt über diese Antwort. Aber je mehr ich in der Stille darüber nachdachte, desto mehr erschloss sie sich mir. Eigentlich war die Sache klar. 

Ein Hochsitz ist eine jagdliche Einrichtung. Sie sind immer Eigentum der jagdausübungsberechtigten Personen. Sprich der Jagdpächterinnen und Jagdpächter. Sie sind keine öffentlichen Aussichtstürme, die von den Gemeinden, Städten oder anderen touristischen Einrichtungen aufgestellt wurden. Dementsprechend ist das Betreten dieser jagdlichen Einrichtungen verboten und kann unter anderem auch Probleme nach sich ziehen.  

Mehr als nur ein Hochsitz.

Wir hatten Glück. Nach einer guten Stunde des Wartens und fast der gleichen Zeit des Schweigens zeigte sich das Damwild. Er äste auf der Lichtung und verschwand nach einiger Zeit wieder. Wir taten es ihm gleich und verließen den Hochsitz. Auf dem Weg zum Auto sprachen wir wieder in normaler Lautstärke.  

Ich erfuhr einiges zu diesem Thema. Ein Hochsitz gehört zu den Ansitzeinrichtungen, die der Jägerin oder dem Jäger bei der Ausübung der Jagd als Ansitzplatz dienen. Je nach Art und Weise, wie sie errichtet wurden, bieten sie nicht nur Schutz vor der Witterung, sondern auch zusätzliche Deckung. Es gibt Leitersitze, Hochsitze, Kanzeln, Klettersitze und Drückjagdböcke. Vielleicht auch noch mehr, allerdings habe ich diese nicht mehr im Gedächtnis. 

Diese jagdlichen Einrichtungen ermöglichen ein sicheres Erkennen und Ansprechen des Wildes. Mit „Ansprechen“ ist das Beurteilen der Tiere gemeint. Der Hochsitz bietet darüber hinaus den Vorteil, dass durch seine erhöhte Form die Flugbahn der Kugel einen spitzeren Winkel hat. Der Erdboden unterhalb des Hochsitzes dient somit als natürlicher Kugelfang, falls die Geschosse ihr Ziel verfehlen. Ein weiterer Vorteil ist, dass bei einigen dieser jagdlichen Einrichtungen die jagdausübende Person über dem Wind sitzt und der Geruch dieser Person vom Wild nicht mehr wahrgenommen wird.  

Der Hochsitz – zum fotografieren ungeeignet.

Das Erlebnis, von oben das Damwild ungestört zu beobachten, war schon großartig. Das gebe ich zu. Und ich bin wirklich dankbar, dieses Erlebnis erlebt haben zu dürfen. Allerdings – aus meiner persönlichen, fotografischen Meinung heraus – bin ich als Fotograf nicht daran interessiert, auf einem Hochsitz Platz zu nehmen. Der Winkel, aus dem heraus ich das Wild fotografieren kann, ist von dort nicht wirklich schön. Falls also jemand aus diesem Motiv heraus eine jagdliche Einrichtung besteigen möchte, sollte sich noch mal darüber Gedanken machen, ob ein Foto aus Bodennähe nicht vielleicht doch die schönere Variante ist.