Unter freiem Himmel
Unter freiem Himmel

Unter freiem Himmel. Ein Buch, dass ich erst kürzlich gelesen habe. Und dieses Buch hat mich wirklich gefesselt. Nicht nur wegen der wirklich gut geschriebenen Geschichte und der Anleitung für ein Leben im Freien, sondern auch wegen den wunderschönen Fotos, die mein Fotografenherz haben höherschlagen lassen. Unter freiem Himmel. Eine Buchrezension. 

Ehrlich gesagt, es gab Zeiten, da habe ich wirklich intensiv darüber nachgedacht, ein Leben im Wald zu führen. Draußen. Unter freiem Himmel. Ich hatte diese fantastisch, romantische Vorstellung, dass so ein Leben das richtige für mich sei. Allerdings hatte ich zu jenem Zeitpunkt kaum Ahnung von den Regeln und Gesetzen in diesem Land. Ich war jung. Sehr jung. Und dann kam der Tag meiner Einschulung und ich musste langsam lernen, dass das, was ich mir als Kind so wunderschön ausgemalt hatte, hier eigentlich gar nicht so einfach möglich war.    

Markus Torgeby allerdings konnte diese Erfahrungen sammeln. Unter freiem Himmel schlafen, umgeben von Bäumen, der Dunkelheit der Nacht und der Kälte, die für ihn so angenehm war. Als seine Karriere als erfolgreicher Langstreckenläufer aufgrund einer Verletzung ein jähes Ende nahm, entschloss er sich dazu, der Zivilisation den Rücken zu kehren und fortan ein Leben im Wald, unter freiem Himmel, zu führen. Und über diese Erfahrung hat er ein Buch geschrieben.     

Unter freiem Himmel

UNTER FREIEM HIMMEL

Eher zufällig bin ich über dieses Buch gestoßen. Der Name Markus Torgeby war mir, bis vor kurzem, kein Begriff. Nie hatte ich von diesem Mann gehört oder gelesen, was daran liegen mag, dass ich mich nie sonderlich für Langstreckenläufe interessiert habe. Das hat sich zwar nicht geändert, aber die Geschichte dieses Mannes hat mich dann doch interessiert. Also kaufte ich mir sein Buch, um seine Geschichte zu lesen. Was ich bekam war aber nicht nur ein Buch, sondern eine wunderbar bebilderte Anleitung zum draußen leben.    

Alles begann damit, dass Markus Torgeby im Alter von zwölf Jahren das Fenster seines Schlafzimmers öffnete und bemerkte, dass er ruhiger wurde, wenn die kalte Winterluft über sein Gesicht strich. Bis dahin war nichts in seinem Leben wirklich einfach. In der Schule lief es nicht so gut und durch die Erkrankung seiner Mutter wurde es auch zu Hause immer schwieriger. Wirklich abschalten konnte er nur, wenn er über die Felsen auf Öckerö rannte, sein Boot übers Wasser steuerte oder von einer 20 Meter hohen Brücke ins Meer sprang.       

Wer nun allerdings glaubt, das Buch „Unter freiem Himmel“ ist lediglich eine Biographie, den muss ich an dieser Stelle enttäuschen. Zum Glück. Dieses Buch ist tatsächlich mehr. Es ist eine kleine Anleitung zum Leben unter freiem Himmel. Ein Buch mit Hinweisen, wie man am besten im freien schläft, seine Kleidung, sollte sie einmal nass geworden sein, richtig trocknet oder wie man am besten auf Bäume klettert. Es wird über das Feuer machen geschrieben und wie man sich ein wunderbares Porridge zubereitet. Viele kleine Kapitel laden zum Nachdenken und Nachmachen ein. 

Allerdings sollte man beim Lesen immer im Hinterkopf behalten, dass Markus Torgeby aus Schweden stammt und dass es dort, was das Leben draußen betrifft, andere Regeln und Bestimmungen gibt.   

Unter freiem Himmel

Ich glaube an das Schlafen im Freien, umgeben von Nadelbäumen, Dunkelheit und Kälte. Daran, auf dem Rücken zu liegen, zu den Sternen hochzublicken und zu sehen, wie sich die Atemluft wie eine dünne Wolke ausbreitet. Es geschieht etwas mit Dir, wenn der Raum, in dem Du Dich aufhältst, unendlich ist.  

Markus Torgeby

Ein Buch mit wunderbaren Fotos

Was mir an diesem Buch besonders gefällt, sind die zahlreichen Fotos, die das Leben draußen auf wunderbare Weise veranschaulichen. Für diese Fotos ist Frida Torgeby verantwortlich, die, man ahnt es vielleicht schon, mit Markus Torgeby verheiratet ist. Tatsächlich habe ich die erste Zeit des Buches damit verbracht, durch die Seiten zu blättern und mir die zahlreichen Fotos ganz genau anzuschauen. Ich mag ihren Stil. Die Art, wie sie die Dinge sieht und wie sie, die Momente auf Fotos festhält. Ja, die Fotos in „Unter freiem Himmel“ haben mich wirklich beindruckt. Vielleicht auch ein wenig inspiriert. 

Nun ja, lange Rede, kurzer Sinn. Ich kann und möchte dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich fürs draußen sein interessiert. Es ist ein wunderbares Buch, das angenehm zu lesen ist und viele tolle Bilder enthält. „Unter freiem Himmel“ ist ein Buch, dass ich auch so immer mal wieder gerne in die Hand nehme. Manchmal auch nur, um darin zu blättern. Es liegt auf meinem Schreibtisch. Nicht im Regal. Auf meinem Schreibtisch, da wo wirklich nur die Bücher einen Platz finden, die ich immer mal wieder gebrauchen möchte. Ich glaube, dass sagt einiges. 

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